Wie führe ich KI in meinem Unternehmen ein?

Künstliche Intelligenz verändert gerade die Wirtschaft. Junge Unternehmen überholen etablierte Konzerne, verschaffen sich mit KI Marktanteile. Die sich bietenden Chancen ziehen Unternehmer wie Gründer in ihren Bann. Doch wie kann das eigene Unternehmen von KI profitieren? Viele Unternehmer haben den Wunsch nach Innovation, doch sind sie naturgemäß schnell technisch überfordert, wenn sie Künstliche Intelligenz für das eigene Unternehmen nutzbar machen möchten. Die Frage „Wie führe ich KI im Unternehmen ein?“ drückt zweierlei aus: die Erkenntnis der Notwendigkeit einerseits und den Wunsch nach sachlicher und planvoller Herangehensweise andererseits.

Checkliste: Mit diesen 5 Schritten wird durch KI Nutzen im Unternehmen entstehen

Ein smarter Unternehmer geht bei der Einführung von KI im Unternehmen wie ein erfahrener General strategisch und in mehreren überlegten Schritten vor.

  • Schritt 1: Was kann KI tatsächlich leisten?

    Künstliche Intelligenz ist kein Zaubertrank und auch kein Allheilmittel, sondern vielmehr ein Werkzeugkasten, welcher zahlreiche und vor allem völlig unterschiedliche Ansätze bietet, die ebenso viele Ziele erreichen. Der smarte Unternehmer verschafft sich daher zuerst den Überblick über die Möglichkeiten. In dem Beitrag der nächsten Woche geben wir gerade hierzu eine detaillierte Übersicht.

  • Schritt 2: Welcher Bereich ist mir am wichtigsten?

    Im Beitrag der nächsten Woche zeige ich die verschiedenen Bereiche und dort auch die Arten der Wertschöpfung, welche KI im Unternehmen auslöst. Wer mit der Einführung der KI beginnt, ist gut beraten, nicht die Erreichung aller Ziele gleichzeitig zu starten. Der Project Scope lässt sich nach ersten Erfolgen jederzeit erweitern. Der Fokus auf das eine lukrative Ziel erhöht die Erfolgswahrscheinlichkeit und bündelt die Energien der Teams.

  • Schritt 3: Welche Lösungsgeber und Know-How-Träger können das umsetzen?

    Haben Mitarbeiter im Unternehmen bereits Wissen im Umfeld KI erworben? Haben Geschäftspartner Erfahrungen in Umsetzungen gesammelt? Die Aufgaben bei der Einführung von KI im Unternehmen sind sehr vielseitig, Dienstleister sind meist hochgradig spezialisiert. Deren Erfahrung ist zudem faktisch oft auf bisherige Projekte limitiert. Daher wollen Partneragenturen für die Einführung von KI im Unternehmen sorgfältig ausgewählt werden. Hier bietet sich ein unabhängiger Partner für Sparring und Supervision an. Den Auswahlprozess für mögliche Partner unterstützen und begleiten wir durch „Cherry-Picking“ für die gewählte Zielsetzung. Das spart Zeit durch vermiedene Fehlversuche.

  • Schritt 4: Wie sehen Szenarien für die Einführung im Unternehmen aus?

    Definieren Sie zuerst, wie Sie Erfolg messen wollen. Für die Umsetzung bieten sich ebenso agile Vorgehensweisen wie eine präzise Erfolgsmessung an – etwa mit der Objectives / Key Results (OKR-) Methode. Stellen Sie selbst Ihre Erwartungen an Timeline, Budget & interne Ressourcen zusammen. Haben Sie Alternativen, stellen Sie diese gegenüber.

    Wichtiger Ablaufpunkt: Das MVP (Minimal Viable Product) – es enthält den minimalen Umfang an Möglichkeiten und ist in der Lage, die Perspektive für das gesamte Projekt zu reviewen und zu bewerten.

    Lassen Sie sich von Ihrem Realisierungspartner seinen Vorschlag für die Einführung geben – am Besten für zwei unterschiedliche Szenarien. Prüfen Sie, ob die Vorschläge Ihre Erwartungen treffen. Hinterfragen Sie Abweichungen. Diese können sowohl auf einem starken eigenen Wunsch, einer großen Vorsicht als auch auf dem Wissensvorsprung des Partners beruhen. Eine zweite Meinung zur Vorgehensweise einzuholen, ist eine gute Idee, denn sie wird Klarheit bringen.

  • Schritt 5: Welchen Nutzen liefern bereits erste Teilerfolge der Einführung?

    Nicht immer nehmen Projekte die gewünschte Fahrt auf. Kommt die Einführung der KI im Unternehmen nach zwei Meilensteinen ins Stocken, ist es gut, wenn bereits nach den ersten erfolgreichen Schritten ein messbarer Nutzen vorliegt. Soll die KI-Einführung mehrere unabhängige Ziele erreichen, ist man gut beraten, wenn man zuerst jene Schritte absolviert, welche gleich für mehrere Ziele eine belastbare Ausgangsbasis bieten. Noch besser ist es, wenn die ersten Erfolge bereits einen Nutzen für das Unternehmen generieren.

Warum sollte man so vorgehen?

Mit diesem Fahrplan begleiten wir Unternehmer seit 37 Jahren bei der Einführung von Innovationen. Natürlich ist jede Ausgangssituation individuell. Und natürlich ist der Innovationsschub durch die Einführung von KI im Unternehmen größer und schneller als alle bisherigen Veränderungen.

Das bedeutet ein Mehr an Verantwortung, ein Mehr an Planung für eine erfolgreiche Vorgehensweise und ein Mehr an Vorsprung vor dem Wettbewerb als gerechte Belohnung für die Einführung.

Was leistet KI tatsächlich im Unternehmen?

Als Sneak Preview auf den Artikel der nächsten Woche möchte ich hier noch die Bereiche anreißen, in denen Künstliche Intelligenz eine höhere Wertschöpfung im Unternehmen generiert. Nächste Woche liefern Beispiele aus der Praxis ein schnelles Verständnis der Mechanismen.

  • KI für die Kostenseite: Gezielter Effizienzgewinn in Prozessen

    Mit KI lassen sich Prozesse im Unternehmen sowohl beschleunigen als auch mit höherem Output ausstatten. Auch die Ergebnisqualität wird durch Künstliche Intelligenz in Form einer niedrigeren Ausschussrate angehoben.

  • KI für die Ertragsseite: Kundenbindung, Potenziale für Neugeschäft

    Nicht nur die Produktionsprozesse erfahren eine Steigerung der Qualität. Auch alle Prozesse mit dem Kunden von Vertrieb bis Service profitieren an einer ganzen Reihe von Touchpoints von Künstlicher Intelligenz. Das Mehr an Qualität kann über den höheren Nutzen dank der gestiegenen Zufriedenheit beim Kunden leichter monetarisiert werden. In einfachster Form führt die höhere Qualität zu einer stärkeren Kundenbindung, was sich letztlich in höherem Ertrag niederschlägt.

  • KI für die Optimierung der Marktposition

    In den späten 1980er-Jahren hat der Wechsel von Produkt-Zentrierung zur Service-Zentrierung (Servitization) zur Modifikation der Geschäftsmodelle großer Unternehmen geführt. Der generierte Nutzen reichte seitdem von der Steigerung der Kundenbindung, der Diversifizierung der Einnahmequellen über Wettbewerbsvorteil und verbesserte Kundenkenntnisse bis hin zur stärkeren Kundenbeziehungen und Risikoreduktion. Dennoch breitete sich die Servitization nur sehr zögerlich aus.

    KI im Unternehmen verändert Geschäftsmodelle wesentlich schneller und viel grundlegender. Geht ein Wettbewerber diesen Weg, ist dessen Vorsprung oft nicht mehr aufzuholen.

 

Ich würde mich freuen, Sie in der nächsten Woche zur Fortsetzung der Artikelserie wieder hier begrüßen zu dürfen.

Hans-Jürgen Schwarzer
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